Nil
Der Nil gehört mit einer Länge von 6671 km zu den längsten Flüssen der Welt. Der Nil entpringt in den Bergen von Burgundi und Ruanda und mündet in das Mittelmeer. Der Nil fließt insgesamt durch sechs Staaten: Burgundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten.
Für die Ägypter hat er bereits seit dem Alten Ägypten (3150 v. Chr. - 395 n. Chr.) eine große wirtschaftliche Bedeutung.
Im Alten Ägypten hieß der Nil Hapi, der auch gleichzeitig der Gott des Flusses war. Der Nil war damals sowohl für die Landwirtschaft, als auch für den Transportverkehr sehr wichtig. 
Die Ägypter nannten ihr Land "Schwarzes Land", was sich auf den fruchtbaren Schlamm bezog, welcher der Nil mit sich brachte. Der Schlamm eignete sich hervorragend für eine landwirtschaftliche Nutzung. Die große Abhängikeit hatte jedoch auch schwere Folgen. War der Wasserstand zu niedrig und die Hochwasserperiode zu kurz, fiel die Ernte gering aus.
Der Nil war damals der zentrale Transportweg. Über diesen Strom war es möglich in einer Woche mehr als 400km zurückzulegen, was sehr viel war.
Heute ist Ägypten zwar immer noch sehr abhängig vom Nil, doch Trockenperioden oder Überschwemmungen können auf Grund der Dämme reguliert werden.
Im Süden von Ägypten steht der Assuan Staudamm, der den Nil zum Nassersee aufstaut. Der Damm steht etwa 15km südlich der Stadt Assuan und nach Inhalt gemessen, der drittgrößte Staudamm der Erde. Der Assuan Staudamm wurde zwischen 1960 und 1972 mit sowjetischer Hilfe erbaut. Durch den Bau konnte die landwirtschaftliche Nutzfläche vergrößert werden und die Wassermengen kontrolliert werden. In Trockenperioden kann die Wasserversorungung sichergestellt und im Hochwasser das Nilland geschützt werden.
